Wer bin ich?

Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wer genau du bist? Und bist du zu einem Ergebnis gekommen?

Ich stehe grade an einem Punkt, an der sich mein Leben durch eine Entscheidung verändern kann. Wo will ich studieren? Bin ich mir sicher, dass ich das studieren will? Muss ich umziehen und will ich das überhaupt? Wohne ich dann alleine oder mit jemandem zusammen und wie wird das dann? Das sind alles Fragen, die ich mir momentan stelle. Ich denke, ich bin nicht die einzige, die sich nach dem Abschluss solche Fragen stellt. Irgendwie hab ich eigentlich schon einen Plan für mein Leben und was ich mir wie vorstelle, aber ich habe vergessen in meinem Plan zu berücksichtigen, dass manchmal auch das Leben dazwischen funkt.

Mein Kopf ist ein Chaos und momentan passt der Name meines Blogs “ichhabekeinenplan” noch mehr zu meinem Leben, als er es sonst schon tut. “Ichhabekeinenplan” weil ich einfach “draufloslebe” und mache so, wie ich denke und fühle. Bisher bin ich damit nie auf die Nase gefallen, weil alles, was ich getan habe, habe ich mit Leidenschaft getan und wenn mal was schief lief war ich trotzdem glücklich, weil ich so entschieden habe, dass es für mein Herz gut ist. Nur irgendwie habe ich Angst die nächsten Schritte, wie Wohnung oder Studium, aus dem Bauch heraus und nach meinen Gefühlen zu entscheiden, denn es steht einfach mehr auf dem Spiel.

Tipps, die bei der Entscheidung bestimmt helfen sind “Mach eine Pro und Contra Liste”, “Lass dich beraten” oder “Probiers einfach aus”. Noch so ein Tipp ist “Mach das, was zu dir passt und mach es so, dass es zu deiner Person passt”. Mein Problem mit diesem Tipp: Woher weiß ich den was zu mir passt, wer ich bin und wie ich bin? Ich hab leider keine Bedienungsanleitung fürs Leben oder für mich als Person bekommen und auf meinem Ausweis steht auch nicht “eignet sich super als Arzt/Anwalt/Krankenschwester/Blogger/Autor”. Schön wär’s. Die Frage “Wer bin ich eigentlich?” ist meiner Meinung nach die Frage, die am schwersten zu beantworten ist. Das glaube ich, kann ich nicht mal am Ende meines Lebens beantworten. Wie soll ich dann entscheiden, was ich studieren will, wie mein Privatleben aussieht und wo ich leben will, wenn ich nicht mal wirklich weiß wer ich bin?

Ich habe heute auf Instagram einen sehr schönen Spruch gelesen. “don’t think. it complicates things. just feel and if it feels like home, follow its path” (Danke Marshmallow Moments an dieser Stelle für diesen passenden Spruch zum richtigen Zeitpunkt!) Ich finde diesen Spruch so wahr und hoffnungsvoll! Denn ich denke, dass Beste, was ich momentan tun kann ist weitermachen, ausprobieren und schauen wo und wie ich mich wohlfühle. Denn eins weiß ich ganz sicher: Wenn sich der Weg irgendwann nicht mehr nach zuhause anfühlt, kann ich jederzeit zurück gehen. Niemand hält mich davon ab, plötzlich stehen zu bleiben, umzudrehen oder einen anderen Weg zu gehen. Und das ist die eine riesengroße Freiheit, die ich da habe.

Letztendlich muss ich sagen. Ich weiß nicht wer ich bin und ich wäre froh eine Definition über “Sarah” und “Sarahs perfektes Leben” im Wörterbuch zu finden. Aber das wird nicht passieren. Deshalb gehe ich weiter, Schritt für Schritt, immer mit der Freiheit, dass ich jederzeit umdrehen kann und mit der Sicherheit, dass da jemand ist, der den Weg mit mir geht und meine Hand hält und, dass am Ende jemand auf mich wartet.

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